Aktuelles

Das Institut für Baubetrieb und Bauwirtschaft der TU Graz hat aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums eine Festschrift zum Thema „Aktuelle Entwicklungen in Baubetrieb, Bauwirtschaft und Bauvertragsrecht“ herausgegeben.

Konstantin Pochmarski und Christina Kober haben darin einen Beitrag mit dem Titel „Der „Regresszirkel“ zum Geschädigten – gewollte oder nicht gewollte Konsequenz der Privilegierung eines Schädigers nach Pkt 12.3 der ÖNORM B 2110?“ veröffentlicht.

Die Autoren beschäftigen sich mit der Haftungsbeschränkung nach Pkt 12.3. der ÖNORM B 2110 und beleuchten ausgehend von der Entscheidung OGH 20.02.2018, 10 Ob 68/17y die Frage, ob diese Bestimmung bei ihrer Vereinbarung den Schädiger dahingehend privilegiert, als dessen Haftung bei leichter Fahrlässigkeit beschränkt ist.

Haften nämlich zwei Schädiger gegenüber dem Geschädigten solidarisch, von denen bloß einer privilegiert ist, stellt sich die Frage nach der Reichweite und der Wirkung der vertraglichen Privilegierung:

Führt die Privilegierung eines Schädigers dazu, dass der Geschädigte auch vom anderen nicht privilegierten Schädiger nur begrenzten Ersatz fordern kann?

Führt die Privilegierung eines Schädigers dazu, dass dieser Schädiger vor dem Regress eines anderen nicht privilegierten Schädigers geschützt ist?

Oder führt die Privilegierung eines Schädigers dazu, dass dieser nach erfolgtem Regress des nicht privilegierten Schädigers zu seinen Lasten im Wege eines “Regresszirkels” seinerseits Regress am Geschädigten führen kann?

 Die gesamte Festschrift oder einzelne Beiträge können hier erworben werden.